Lambert

Sich als Pianist explizit den grossen Themen zu nähern ist natürlich immer schwierig. Die Seele kennt nun mal keinen Unterschied zwischen dem Angriff eines Tigers, einem bösen Brief von der Bank oder einem blöden Blick des Nachbarn. Fühlt sich der Mensch bedroht dann bekommt er es mit der Angst zu tun. Und das, was den Menschen heute Angst einjagt, wird – zumindest in unseren Längen- und Breitengraden – immer abstrakter und führt zu einer immer diffuseren Lebensangst.

Auf seinem neuen Album„ Sweet Apocalypse“ setzt sich Lambert auf ganz persönliche Art und Weise mit diesen Ängsten, von denen bekanntlich viele aus der Vergangenheit weit über das Heute hinausspuken, in 12 Kompositionen auseinander. Sein Gespür für kleine, grosse Melodien ist dabei immer noch außergewöhnlich.

Bei diesem Ausnahmetalent beschleicht einen ständig das Gefühl, dass ihm nie die feinen Melodien ausgehen. Und das traut man dieser gehörnten, bulligen Erscheinung gar nicht zu. Lasst euch selber überzeugen, am 26. September im Exil.

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