Hecht

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Trockene Riffs, eingängige Mundart-Texte und dazu Melodien, die sich unweigerlich im Gedächtnis festkrallen. So hat sich Hecht in den letzten Jahren ins Gedächtnis der Deutschschweizer eingeschrieben. Das galt bei ihren ersten zwei Alben, das gilt auch auf ihrem neuesten Werk “Oh Boy”.

Dazu kommen die Live-Qualitäten der Band, die massgebend dazu beigetragen haben, dass Hecht mittlerweile kein Geheimtipp mehr sind. Auf hunderten Schweizer Klein- und Kleinstbühnen lernten die Bandmitglieder in fast 20 Jahren, was einen Live-Auftritt ausmacht. Dieser Hecht ist bestens in Form. Und so banal das klingen mag, das Ganze ist bei dieser Band mehr als die Summe der einzelnen Teile. Was nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass die Band wahre Freundschaft verbindet. “Es klingt vielleicht seltsam, aber dass wir Freunde sind, macht einen Grossteil unseres Sounds aus”, sagt der Sänger und Songschreiber Stefan Buck.

Eine reife Band zeigt sich

Man hört das auch dem neuen Album “Oh Boy” und der ersten Single “Kawasaki” an. Das Stück reiht sich mit seiner knackigen Melodie, dem etwas rätselhaften Text und den treibenden Gitarren nahtlos ins Hecht Universum ein. Dasselbe gilt für den ersten Song des Albums, “Oh Boy”. “Ein Song, der unsere spezifische Live-Energie einfangen soll”, sagt Buck. Was auch gelungen ist. Nicht zuletzt deswegen, weil die Band beim Aufnehmen darauf achtete, möglichst alles live einzuspielen und nicht erst im Nachhinein zusammenzusetzen.

Trotzdem sollten die ersten beiden Songs nicht über den Umstand hinwegtäuschen, dass man auf “Oh Boy” auch eine nachdenkliche Band erleben kann, eine reifere vielleicht. “Bei unseren ersten beiden Alben haben wir die Fans auf die Party eingeladen, jetzt wollen wir einen Schritt in die Tiefe gehen”, sagt Buck. Man kann das etwa am Stück “Heicho” erkennen, das von einer reifen Liebe handelt. “Mer send gar ned förenand gebore, aber lass üs förenand stärbe”, singt Buck nachdenklich. Und erklärt zum Song: “Das ist wohl der persönlichste Song, den ich je geschrieben habe”. Neben „Locherguet“ ist es das schönste Liebeslied auf der Platte.

Auch “Surfer” spricht von einer Sehnsucht, die echt ist. Hier zeigt sich Buck als stilsicherer Texter, dem man seine lange Erfahrung anhört. “Die eine tröimed vomene Drüer, die andere bstelled en Zwöier ond tröimed vo früehner”, beginnt das Stück. In Zeilen, die sich geschmeidig ineinander fügen, beschreibt er daraufhin ein Gefühl, das entsteht, wenn man seinen Traum verfolgt. Genauso wie er und die Band das seit vielen Jahren täten. “Das wir hartnäckig sind mit diesem Traum und trotzdem locker damit umgehen können, was wir machen, das macht uns glücklich”, sagt er.

Neben den wehmütigen Stellen hat das Album auch andere textliche Schmankerl parat: Auf “Kingsize” oder “Radio Beromünster” geht es ungewohnt körperlich zu. Es geht um schwitzende Körper in Hotelzimmern, die kindlichen Träumen von der Traumfabrik Hollywood überlegen sind, oder um nonverbale Anziehung.

Bei “Oh Boy” entsteht schliesslich der Eindruck eines stimmigen, reifen Albums, das gekonntes Songwriting, wuchtige Melodien und tiefschürfende Gedanken vereint. Ein Album auch, das eine ebenso kompakt wie konzentriert aufspielende Band auf dem Zenit ihres Schaffens zeigt.

Das Schlüsselerlebnis

Dass die Routine dieser Band nicht aus dem Nichts kommt, versteht sich. Ein Schlüsselerlebnis in der Karriere von Hecht war der Sommer 2016, als die Gruppe eine fast 20 Konzerte umfassenden Festivaltournee spielte. Seither sind ihre Konzerte schweizweit ausgebucht, ganz egal ob Clubshow oder grosse Halle. Seither springt, tanzt und singt das euphorisierte Publikum zu diesen geschickt in kompakte Songs verpackte Alltagsgeschichten.

Die Erfolgsgeschichte von Hecht begann im Jahr 2012 mit dem ersten Chartserfolg “Wer zerscht s’Meer gsehd”. Es folgten 2015 die Hits “Adam & Eva” und “Charlotta”. 2013 gewann die Band den Best-Talent-Award bei den Swiss Music Awards. Und 2017 schliesslich jenen für den besten Live Act. Auch in diesem Jahr war Hecht als Live-Act wieder mit von der Partie und spielte ihren neuesten Hit “Kawasaki”.

Eine gut geschmierte Do-it-yourself-Maschine

Doch zurück zur Erfolgsformel von Hecht. Noch nicht erwähnt ist die Fähigkeit der Band, Dinge anzupacken. Ob Aufnahme, Grafik, Videos, Social Media: Hecht machen alles selber. Die Band ist, wenn man so will, eine gut geschmierte Do-It-Yourself-Maschine auf der Höhe der Zeit. Was einst Not war, ist bei Hecht längst zur Tugend geworden: “Diese Nähe zu unseren Fans ist uns sehr wichtig”, sagt Buck. Mehr noch: sie rundet das Phänomen Hecht erst ab.

Und schliesslich gilt immer noch Bucks altes Credo, das er an seine Fans richtete: “Ihr kommt an die Konzerte, und wir sterben weiter auf der Bühne für euch.”

Das Album OH BOY bestellen: http://smarturl.it/hecht_ohboy

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OH BOY09.03.2018

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