Anna Rossinelli

Management

Anna Rossinelli hat sich neu entdeckt. Dies nach über 10‘000 Kilometern, zahlreichen Songskizzen und etlichen Begegnungen. Zusammen mit ihren Bandkollegen Georg Dillier und Manuel Meisel bereiste die Schweizerin diesen Frühling während drei Monaten die USA. Dabei machte sie unter anderem Halt in San Francisco, Texas, New Orleans und New York. Nichts sollte der Planung zum Opfer fallen, alles musste möglich sein. Die Band hatte eine Vision aber nur bedingte Pläne. Die Zelte schlug der Trupp lediglich mit einem bewussten Ziel auf: Möglichst viel zu musizieren. Es galt in erster Linie, Fragmente zu sammeln, die man schlussendlich auf einem neuen Album zusammenführen wollte.

«Die Zeit ging viel zu schnell vorbei», sinniert Anna Rossinelli heute und schaut gerne auf die zahlreichen Begegnungen mit gastfreundlichen Menschen und Musikern zurück. «Unglaublich. Uns wurden Türen in fremde Wohnungen geöffnet, wir spielten zusammen mit Strassenmusikern und durften unsere Musik teilen», so die 28-Jährige mit dem vorfreudigen Blick nach vorne. Was folgt: «Takes Two To Tango», das dritte und bisher persönlichste Album von Anna Rossinelli, auf dem all die musikalischen Begegnungen, Sessions und Spuren ein Ganzes ergeben. Der in New York produzierte Langspieler umfasst zehn Songs, die zwar vor der grossen Reise schon geschrieben wurden, sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten aber formten und färbten. Bestes Beispiel dafür ist etwa «Bang Bang Bang». Die erste Single zeigt eine andere Anna Rossinelli; eben eine, die sich neu entdeckt hat, mit ihrer Stimme variiert und viel Raum für Kopfkino lässt. Melancholie pur, geschaffen für den Herbst. Was als eine bittersüsse Ballade beginnt, mündet in einem emotionsgeladenen, melodischen Feuerwerk.

Auch sonst dürfte das neue Studioalbum den eingefleischten Rossinelli-Fan überraschen. Noch nie fühlte sich die Sängerin und Musikerin derart wohl: «Wir sind echt stolz auf die Scheibe. Ich selber höre mir die Songs immer wieder an. Solch ein Gefühl hatte ich noch selten.» Offenbar hat die dreimonatige Alltagsabstinenz ihre Pflicht getan. Aus alt mach neu. Was einmal war, ist jetzt frischer, zerbrechlicher und explosiver. Mission accomplished.

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